Jens Thomsen

Zahlen hinterfragen und Fehler vermeiden

Die Sozialwirtschaft braucht externe Prüfer, ist sich Jens Thomsen sicher. Der Geschäftsführer von Solidaris würde Träger ihre Jahresabschlüsse nicht selbst machen lassen wollen.

Solidaris-Geschäftsführer Thomsen © Solidaris

Alter: 51
Arbeitgeber: Solidaris
Funktion: Geschäftsführer
Ausbildung: Volkwirtschaftslehre (Diplom)

Jens Thomsen arbeitet seit 1994, direkt nach seinem VWL-Studium mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberatung, für Solidaris. Auf die Gesundheits- und Sozialwirtschaft wollte sich der 51-Jährige beruflich gar nicht unbedingt spezialisieren. Aber es ergab sich so. „Ich habe während des Studiums den Bereich Gesundheitsökonomie standardmäßig belegt und fand ihn durchaus sehr interessant“, erzählt Thomsen. Für Solidaris hat er sich aber vor allem entschieden, weil sie eine mittelständische Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft ist. In einem großen, anonymen Unternehmen habe er nicht arbeiten wollen.

An seinem Job mag der Diplom-Volkswirt vor allem die Abwechslung. Er ist viel vor Ort bei Mandanten, lernt viele unterschiedliche Einrichtungen und Persönlichkeiten kennen und gewinnt so einen guten Überblick über die Entwicklungen in der Branche. Thomsen betreut eine Vielzahl von Sozialkonzernen, vornehmlich aus dem Krankenhausbereich. Seit drei Jahren ist er in der Niederlassungsleitung des Hauptstandortes Köln und seit zwei Jahren in der Geschäftsführung bei Solidaris.

Für Thomsen ist die Arbeit von Wirtschaftsprüfern ein hohes Gut, auch in der Sozialwirtschaft. „Würde es die gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlussprüfungen nicht geben, würde eine Vielzahl von Jahresabschlüssen sicher nicht die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse in einem Unternehmen abbilden“, sagt er. Externe Prüfer hinterfragen Sachverhalte und tragen dazu bei, dass Fehlangaben vermieden werden.

Thomsen bringt seine Kompetenzen auch als Mitglied des Krankenhausfachausschusses des Instituts für Wirtschaftsprüfer ein. „Das Institut  unterstützt die Arbeit der Wirtschaftsprüfer, bietet Aus- und Fortbildung an und vertritt die Interessen des Berufsstandes“, erklärt er. Im Spezialausschuss für Krankenhäuser arbeitet Thomsen an diesen Themen eng mit. „Hierdurch sind wir als Solidaris stets über aktuelle und zukünftige Entwicklungen des Gesundheits- und Sozialwesens informiert und gestalten die Branche aktiv mit“, erläutert Thomsen.

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