Tobias Allkemper

"Wir halten Unternehmen den Spiegel vor"

Alleine können Einrichtungen die Herausforderungen in der Sozialwirtschaft nicht bewältigen, ist Tobias Allkemper überzeugt. Der Sprecher der Geschäftsführung von Curacon findet die Branche auch nach vielen Jahren noch spannend.

Curacon-Geschäftsführer Allkemper © Curacon

Alter: 56
Arbeitgeber:
Curacon
Funktion: Sprecher der Geschäftsführung
Ausbildung: Betriebswirtschaftslehre (Diplom)

Die letzten Bücher, die Tobias Allkemper verschlungen hat, waren ,Unterleuten‘ von Juli Zeh und ,Patria‘ von Fernando Aramburu, ein Roman über Zerwürfnisse zwischen zwei Familien im baskischen Bürgerkrieg. Neben Reisen, Golf und Fußball ist zeitgenössische Literatur Allkempers liebstes Hobby. Der 56-Jährige ist seit 2000 Sprecher der Geschäftsführung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Curacon.  In dieser Position konzentriert er sich vor allem auf das Thema Corporate Governance. „Das Verhältnis zwischen Aufsicht und Unternehmensführung ist mein Steckenpferd“, erklärt Allkemper. So hat er zum Beispiel die Diakonie bei der Erstellung ihres Corporate Governance Kodex beraten.

Langweilig ist es ihm in den 18 Jahren bei Curacon nicht geworden. „Die Branche ist immer noch spannend“, sagt er. Außerdem habe er schon immer Wirtschaftsprüfer werden wollen: „Der Kontakt zur ersten Ebene vieler verschiedener Unternehmen, zu Vorstand und Geschäftsführung, hat mich an dem Job interessiert.“ Die große Abwechslung mache für ihn den Reiz seiner Arbeit aus. Den Beruf des Prüfers hat Allkemper beim global operierenden Beratungsunternehmen Ernst & Young „von der Pike auf“ gelernt. In den letzten Jahren hat Allkemper viele Träger in der Sozial- und Gesundheitsbranche auf dem Weg in Verbundstrukturen begleitet. „Bei diesen Prozessen werden verschiedene emotionale Phasen durchlaufen“, berichtet der Experte. Man müsse immer darauf achten, die Euphorie des Anfangs aufrechtzuerhalten, auch wenn sich Schwie-rigkeiten einstellen.

Warum es Berater in der Sozialwirtschaft braucht? „Wir halten Unternehmen den Spiegel vor und zeigen ihnen, was besser gemacht werden kann“, antwortet Allkemper. Die Bereitschaft, von anderen zu lernen, sei in der Sozialwirtschaft, wie auch in anderen Wirtschaftszweigen, häufig nicht besonders groß. Konkurrenzdenken stünde hier häufig im Weg. „Aber die Einrichtungen und Träger erkennen mittlerweile schon, dass die Veränderungen, die auf die Branche zukommen, so komplex sind, dass sie gar nicht alles alleine bewerkstelligen können“, sagt der Curacon-Chef.

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