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Aron Schuster
Aktualisiert am 12.02.2019 - 14:34

Wichtiger Partner für jüdische Gemeinden

Direktor Schuster © Jüdisches Europa/Alexander Beygang

Aron Schuster hat bereits als Kind Angebote der Zentralwohlfahrtstelle der Juden in Deutschland genutzt. Seit 2018 ist der 34-Jährige Direktor des Verbands.

Alter: 34
Arbeitgeber: Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland
Funktion: Direktor
Ausbildung: Betriebswirtschaft (Diplom)

Aron Schuster wechselte aus der Modebranche zur Zentralwohlfahrtsstelle für Juden in Deutschland (ZWST). Nach seinem BWL-Studium stieg er bei S.Oliver ein und war dort für die Expansion und Umbauten der Läden in Deutschland und Europa mitverantwortlich. Er habe nach seinem Studium Erfahrungen in der Privatwirtschaft sammeln wollen, sagt der 34-Jährige.

Die ZWST war ihm aber schon seit seiner Kindheit vertraut. „Als Kind habe ich regelmäßig an den Jugendbildungsaufenthalten der ZWST teilgenommen, im Sommer wie im Winter“, sagt Schuster. Er absolvierte als Jugendlicher die Ausbildung zum Jugendleiter und wurde schließlich ehrenamtlicher Referent, der selbst Jugendleiter ausbildete. Seine Eltern hätten ihn bestärkt, die Angebote der ZWST wahrzunehmen. „Ich bin in Würzburg aufgewachsen, da gab es in der kleinen jüdischen Gemeinde wenig Gleichaltrige“, erzählt Schuster. Durch die Angebote der ZWST habe er viele Menschen kennenlernen können.

Nach ein paar Jahren als studierter Betriebswirt bei S.Oliver bewarb sich Schuster 2013 auf den Posten des stellvertretenden Direktors der ZWST. „Der Verband suchte damals jemanden mit  betriebswirtschaftlichem Hintergrund“, sagt er. Seine seit Jugendtagen enge Bindung zum Verband hat sicher auch nicht geschadet. 2018 wurde er Direktor. Seitdem versucht er, die ZWST in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege stärker einzubinden. Aktuell hat die ZWST den Vorsitz der Finanzkommission inne.

Um das Thema Antisemitismus kommt man im Gespräch mit dem Direktor des jüdischen Wohlfahrtsverbands nicht herum. „Fast alle Jugendlichen, die wir betreuen, haben Alltagserfahrungen mit Antisemitismus gemacht“, sagt Schuster. Gerade in Schulen seien Kinder und Jugendliche häufig Anfeindungen ausgesetzt. Es sei ein großes Problem, er habe aber das Gefühl, die Politik nehme das Thema inzwischen sehr ernst. Als wichtigste Aufgabe der ZWST sieht Schuster vor allem die Unterstützung der jüdischen Gemeinden in Deutschland. „Fortbildungen von ehrenamtlichen Kräften in den Gemeinden spielen für uns eine zentrale Rolle“, sagt er. Die ZWST sei hier der wichtigste Ansprechpartner.

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