Ulrich Schneider

Von Armut geprägt

Ulrich Schneider ist in seinem Leben immer wieder mit dem Thema Armut in Kontakt gekommen. Auch als Geschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands beschäftigt er sich oft damit und nutzt soziale Medien als sein Sprachrohr.

Hauptgeschäftsführer Schneider © Die Hoffotografen GmbH Berlin

Alter: 61
Arbeitgeber: Paritätischer Gesamtverband
Funktion: Hauptgeschäftsführer
Ausbildung: Erziehungswissenschaft (Promotion)

„Ich spiele seit 45 Jahren Gitarre. Musik spielt in meinem Leben eine riesige Rolle“, sagt Ulrich Schneider. Rockmusik sei eine eigene Lebens- und Gefühlswelt, eine besondere Art und Weise, sich mit Dingen auseinanderzusetzen. Die momentanen Favoriten des Hauptgeschäftsführers des Paritätischen Wohlfahrtsverbands sind Jack White und Neil Young. Auf der Facebook-Seite seines Musikprojektes ‚Lefft’ ist ein Videomitschnitt eines Auftritts von ihm zu sehen. Im Lied ‚Die Alten’ geht es um ein Thema, das Schneider besonders am Herzen liegt: Armut.

„Mit Armut bin ich in meinem Werdegang immer wieder konfrontiert worden“, erzählt er. Von der katholischen Jugendarbeit in einem Arbeiterstadtteil, über den Zivildienst in sozialen Brennpunkten, bis zu Projekten mit sozial benachteiligten Familien nach seinem Studium. Wenn man so oft mit Armut konfrontiert sei, gehe das nicht einfach an einem vorbei. „Der Umgang mit Armut im Land zeigt, wie human, wie gerecht oder ungerecht, wie mitfühlend die Gesellschaft ist“, sagt Schneider. Auch sein letztes Buch beschäftigt sich mit dem Thema Armut. Sechs Bücher hat der promovierte Erziehungswissenschaftler in den letzten zehn Jahren geschrieben oder herausgegeben. Sein Neuestes trägt den Titel ,Kein Wohlstand für alle!? Wie sich Deutschland selber zerlegt und was wir dagegen tun können‘.

Schneiders Alltag ist mit der Führung des Paritätischen Wohlfahrtsverbands gefüllt. Zeit zum Bücherschreiben findet der 61-Jährige vor allem im Urlaub. Das habe für ihn etwas Entlastendes, sei aber keine Entspannung. „Meine Entspannung finde ich in der Rockmusik“, sagt er. Um dem Arbeitsalltag zu entfliehen, geht er abends in den Proberaum – oder online. Soziale Medien sind für Schneider unverzichtbar. Er ist seit Jahren auf Facebook und Twitter aktiv. „Twitter ist für mich in erster Linie Unterhaltung“, sagt er. Ein Zeitvertreib in der S-Bahn, wenn der Kopf leer sei.

Er agiere auf der Plattform ironischer und spielerischer, Facebook dagegen sei ernsthafter. Oft kritisiert er in den sozialen Medien neue Gesetzesentwürfe. Wann ist Schneider mit einem Gesetz zufrieden? „So richtig zufrieden bin ich dann, wenn ein Problem richtig gelöst wird“, antwortet er. Zu häufig würde die Lösung aber auf halber Strecke stecken bleiben.

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