Thomas Jorberg

Transparent und ökologisch finanzieren

Thomas Jorberg ist über einen glücklichen Zufall zu einer Ausbildung bei der GLS Gemeinschaftsbank gekommen. Seit mittlerweile 40 Jahren ist der Vorstandssprecher eng mit dem sozialen und nachhaltigen Kreditinstitut verbunden.

Vorstandssprecher Jorberg © GLS Gemeinschaftsbank

Alter: 61
Arbeitgeber: GLS Gemeinschaftsbank
Funktion: Vorstandssprecher
Ausbildung: Wirtschaftswissenschaften (Diplom), Bankkaufmann

Ende der Siebzigerjahre bat Thomas Jorbergs Bruder ihn um seine Hilfe bei der Renovierung eines Waldorfkindergartens in Bochum. Die Leiterin des Kindergartens war die Frau von Wilhelm Ernst Barkhoff, dem Gründer der GLS Gemeinschaftsbank. „Ich habe im Haus der Familie gewohnt“, erzählt Jorberg. Es seien viele interessante Projektpartner von Barkhoff ein- und ausgegangen. Er kam mit dem Bankgründer ins Gespräch. Barkhoff fragte den 20-jährigen Jorberg, ob er statt seines geplanten Praktikums in einer Taschenfabrik nicht eine Ausbildung bei der GLS Bank machen wolle. Heute ist Jorberg ihr Vorstandssprecher.

„Es wäre eine fürchterlich langweilige Karriere, 40 Jahre bei derselben Bank, wenn ihre Entwicklung nicht so vielfältig und interessant gewesen wäre“, sagt er. Die nach eigenen Angaben erste sozial-ökologische Bank der Welt entstand auf Initiative einer Gruppe von Menschen, die gemeinschaftlich die ersten Waldorfschulen des Ruhrgebiets gegründet und gemeinschaftlich finanziert hatten, weil keine Bank ihnen Kredite für eine freie Schule gewähren wollte. Später war die Bank in der Friedens- und Ökologiebewegung aktiv und stieg in den Bereich regenerative Energien ein. 2003 über nahm sie die strauchelnde Ökobank.

Heute finanziert die Bank unter anderem Einrichtungen aus allen Wohlfahrtsverbänden, vor allem im heilpädagogischen Bereich. „Wir verfolgen eng die Entwicklungen, etwas im Bereich Inklusion“, erklärt Jorberg. „Uns interessiert, was unsere Kunden bewegt.“ Die Kundennähe zahlt sich aus. Zum neunten Mal in Folge ist die GLS Bank ,Bank des Jahres‘ einer Abstimmung unter 17.000 Privatkunden, die das Deutsches Institut für Service-Qualität und der Nachrichtensender N-tv jährlich durchführen. „Wir haben strenge sozial-ökologische Kriterien, nach denen wir Kredite vergeben und machen alle Finanzierungen transparent“, erklärt der Wirtschaftswissenschaftler Jorberg. Die Bank würde den Kunden nicht nur sagen, sie sei transparent. Sie liefere handfeste, nachvollziehbare Beweise. Das komme gut an.

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