Hans-Joachim Lenke

Theologie und Wirtschaft verbinden

Seine theologischen Kentnisse hat sich Hans-Joachim Lenke im Studium angeeignet. Wirtschaftliche Kompetenzen gewann er bei freiwilligen Weiterbildungen. Beides nutzt er als Vorstanssprecher der Diakonie Niedersachsen.

Vorstandssprecher Lenke © Jens Schulze

Alter: 60
Arbeitgeber: Diakonie Niedersachsen
Funktion: Vorstandssprecher
Ausbildung: Evangelische Theologie (zweites theologisches Examen), Kaufmann

Neben wirtschaftlichen Leitungsaufgaben übte Hans-Joachim Lenke auch stets theologische Funk-tionen aus. Diakonische Unternehmen seien Lenke zufolge hybride Unternehmen, in denen beides gut zusammen käme. „Sie agieren einerseits wie wirtschaftliche Unternehmen, aber verbinden das andererseits mit dem theologischen Auftrag“, sagt der Vorstandssprecher der Diakonie Niedersachsen.

Der 60-Jährige ist Anfang 2018 zur Diakonie nach Niedersachsen gewechselt, weil er sicher war, hier bei seiner Arbeit wieder einen stärkeren theologischen Akzent setzen zu können und sich für bessere Rahmenbedingungen der diakonischen Arbeit einsetzen zu können. Die wirtschaftlichen Grundlagen hat Lenke bei seiner Kaufmannsausbildung und mehreren Fortbildungen gelernt. „Das gab mir eine gute wirtschaftliche Erdung“, sagt er. Aber auch die Arbeit als Superintendent eines Kirchenkreises sei immer eine Aufgabe mit wirtschaftlicher Leitungsverantwortung. „In Wolfsburg hatten wir 400 hauptamtliche Mitarbeiter und ein entsprechendes Haushaltvolumen. Deshalb habe ich mich gezielt fortgebildet“, erklärt Lenke. Er habe damals schon durchaus die Perspektive im Blick gehabt, mittelfristig ein Leitungsamt in der Diakonie zu übernehmen.

Die theologischen Kenntnisse, die Lenke während seines Studiums erworben hat, kann er nun in der Diakonie Niedersachsen gut einsetzen. „Die Frage, was ein Unternehmen am Sozialmarkt zu einem diakonischen Unternehmen macht, ist eine zentrale“, sagt der Vorstandssprecher. In seiner momentanen Funktion habe er auch eine sozialanwaltliche Position.

Große Themen, die ihn momentan bewegen, seien die sachgerechte Vergütung der Pflege im ambulanten Dienst sowie deren auskömmliche Vergütung seitens der Kostenträger sowie die Fachkräftegewinnung in der Pflege und Kita. Außerdem beschäftigt Lenke, wie die diakonische Unternehmenslandschaft in zehn oder zwanzig Jahren aussieht. „Die Frage ist, wie wir als Landesverband den momentan stattfindenden Konzentrationsprozess klug fördern und gestalten können“, sagt Lenke.  

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