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Nils Möller
Aktualisiert am 12.02.2019 - 11:46

Themen an den Mann bringen

Geschäftsführer Möller © DRK LV Hessen

Der Zivildienst in einem Krankenhaus hat Nils Möller die Lust auf ein Medizinstudium verdorben. Beim DRK Hessen stieg der gelernte Krankenpfleger und Pflegemanager bis zum Geschäftsführer auf.

Alter: 49
Arbeitgeber: DRK LV Hessen
Funktion: Geschäftsführer
Ausbildung: Pflegemanagement (Diplom), Krankenpfleger

„Ich hatte als Jugendlicher eine recht romantische Vorstellung vom Medizinberuf“, sagt Nils Möller. Eigentlich wollte er selbst einer werden, doch während seines Zivildiensts in einem Krankenhaus änderte er seine Karrierepläne. „Die Ärzte dort arbeiteten recht weit entfernt von den Patienten und kannten sie teilweise kaum“, erzählt Möller. Doch ganz so weit weg von der Medizin ging es für ihn nicht. 1991 begann er eine Ausbildung zum Krankenpfleger, ab 1994 arbeitete er für zwei Jahre an der Uniklinik Mainz. Damit erfüllte Möller die Voraussetzungen für das Pflegemanagement-Studium.

Schon während seines Studiums arbeitete er beim DRK Hessen, als Elternzeitvertretung im Sachgebiet Pflege. Er absolvierte auch ein Praktikum bei der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz. „Mich hat immer interessiert, wo die Grundlagen entwickelt werden, unter denen dann die Menschen vor Ort praktisch arbeiten“, sagt der 49-Jährige. Beim DRK Hessen stieg Möller kontinuierlich auf. Er war Abteilungsleiter Wohlfahrts- und Sozialarbeit, Bereichsleiter Kernaufgaben und stellvertretender Geschäftsführer des Landesverbands.

Seit 2016 steht er an der Spitze des DRK Hessen. In dieser Position ist er nicht nur an der Gesamtstrategie und Entwicklung des Verbands beteiligt. „Natürlich hat man als Geschäftsführer eines Wohlfahrtsverbands einen anderen Einfluss auf Institutionen auf Landesebene als beispielsweise in meiner früheren Position als Abteilungsleiter“, erklärt Möller. Der Zugang zu politischen Entscheidern sei für ihn jetzt einfacher. Er würde nicht sagen, dass er politische Prozesse unmittelbar beeinflussen könne. „Aber ich bin in der Lage, Themen und Rotkreuz-Positionen zu platzieren“, sagt der DRK-Chef.

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