Martin Beck

Organisationen und Menschen zusammenbringen

Mit seinem Beratungsunternehmen hilft Martin Beck Trägern bei der Suche nach geeignetem Personal. Die Führung seiner Firma hat er jetzt an seine Tochter abgegeben.

Berater Beck © Beck Management Center

Alter: 69
Arbeitgeber: Beck Management Center
Funktion: Gründer und Geschäftsführer (bis 2018)
Ausbildung: Betriebswirtschaftslehre (Fachhochschule), Großhandelskaufmann

In die Schreib- und Spielwarenfirma seines Patenonkels, in der Martin Beck seine Ausbildung zum Großhandelskaufmann absolvierte, kehrte er viele Jahre später als Sanierer zurück. „Das Unternehmen war in einer kritischen Situation, die Sanierung gelang nur teilweise“, erzählt Beck. Er habe während dieser Zeit viel über Insolvenzen gelernt.

Als er in seinen Ausbildungsbetrieb als Retter zurückkehrte, hatte Beck bereits viele Jahre in der Sozialwirtschaft gearbeitet. Fünf Jahre war er Geschäftsführer der Diakonie Württemberg, 16 Jahre Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft BSU, einer Tochtergesellschaft des Verbands. In der Sozialwirtschaft ist Beck geblieben, weil er es hier besonders angenehm findet. „Da arbeitet ein bestimmter Typus Mensch, den es zum Beispiel in einem Stahlwerk nicht gibt“, sagt er.

2005 machte er sich als Berater selbstständig, 2006 gründete er das Beck Management Center. Das Unternehmen hat sich auf Personalberatung spezialisiert. „Das heißt, wir bringen gemeinnützige Organisationen, die Führungs- oder andere Schlüsselpositionen besetzen wollen, mit Kandidaten zusammen und begleiten den Bewerbungsprozess“, erklärt Beck. Zu den größten Herausforderungen des Beraters gehörten Besetzungsprozesse, bei denen Rollen und Interessen zwischen Vorstand und Aufsichtsgremium nicht klar waren und plötzlich die Seiten gewechselt wurden.

Im letzten Jahr hat Beck die Geschäftsführung seiner Firma an seine Tochter Charlotte abgegeben. Die Politik- und Kulturwissenschaftlerin arbeitete bei einer Zertifizierungsgesellschaft für Krankenhäuser, einem großen diakonischen Sozialunternehmen in Bayern und seit 2013 beim Beck Management Center. An Ruhestand denkt der 69-jährige Beck jedoch noch nicht. Er übernimmt weiterhin Aufträge für seine ehemalige Firma, ist mit 20 Prozent an ihr beteiligt. Außerdem bleibt er Stiftungsratsvorsitzender der Bruderhausdiakonie, der größten Diakoniestiftung in Baden-Württemberg mit 150 Standorten. „Das ist eine echte Managementaufgabe“, sagt Beck.

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