Anke Marzi

Ohne Zeitkonto arbeiten

Ihrer Heimatstadt ist Anke Marzi stets treu geblieben. Vom Wirtschaftsabi über ein Fernstudium in Erwachsenenbildung bis zum Vorstandsvorsitz des DRK Rheinland-Pfalz hat sie Mainz nie verlassen.

Vorstandsvorsitzende Marzi © LIGA der freien Wohlfahrtspflege

Alter: 55
Arbeitgeber: DRK LV Rheinland-Pfalz
Funktion: Vorstandsvorsitzende
Ausbildung: Sozialpädagogik (Diplom), Erwachsenenbildung (Fernstudium)

„Ich bin aus ganzem Herzen Mainzerin“, sagt Anke Marzi. „Hier wurde ich geboren, das ist meine Stadt.“ Mainz sei zwar nicht sehr groß, habe aber alles, was man brauche. Von der Grundschule über das Gymnasium bis zum Studium an der Katholischen Fachhochschule Mainz ist Marzi der Stadt treu geblieben. Sie könnte sich nicht vorstellen, in eine andere Stadt zu ziehen.

Nach ihrem Wirtschaftsabitur schwankte Marzi zwischen dem Studium der Betriebswirtschaft und der Sozialpädagogik. „In der Jugendarbeit und im Sozialen allgemein kommt es auf das Zusammenspiel von Betriebswirtschaft und Fachlichem an“, sagt die 55-jährige. Am Ende entschied sie sich für Sozialpädagogik. Nach ihrem Abschluss und einem Praktikum in einer städtischen Kita wurde Marzi Mitarbeiterin beim DRK Landesverband Rheinland-Pfalz. Dort baute sie den Freiwilligendienst und die Bildungsarbeit mit auf. 1998 stieg sie zur Bereichsleiterin für soziale Arbeit und Bildung des Landesverbands auf. Weiterentwicklung und Anerkennung der Ausbildung waren ihre thematischen Schwerpunkte.

„In der Personalführung brauchte ich aber mehr theoretische Grundlagen und Fachkenntnisse“, sagt Marzi. Also absolvierte sie ein Fernstudium in Erwachsenenbildung an der Universität Kaiserslautern. Die Abende und Wochenenden gehörten in dieser Zeit dem Studium. „Wenn man eine Familie hat, funktioniert so etwas nur, wenn die Systeme drum herum gut laufen und einem Partner und Eltern helfen“, erzählt Marzi. Dem DRK blieb sie von Anfang an treu. Marzi schätzt am Verband die Vielfalt. „Das DRK beherbergt alle Themen, von der Rettung und sozialer Arbeit bis zur Mischung aus Haupt- und Ehrenamt“, sagt sie. Der Verband habe gute Grundsätze und Werte, die ihr wichtig seien.

Neben dem Vorstandsvorsitz beim DRK ist Anke Marzi auch Vorstandsmitglied bei der LIGA und der Pflegegesellschaft Rheinland-Pfalz. „Als Vorsitzende arbeitet man nicht mit einem Zeitkonto“, sagt Marzi. Die Arbeit sei viel und aufwendig, aber sie mache es mit Leidenschaft.

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