Maria Loheide

Lobbyistin für Soziales

Maria Loheide wollte schon immer sozialpolitisch gestalten. Seit sie im Vorstand der Diakonie Deutschland ist, hat sie dafür einen direkten Draht zur Bundespolitik.

Vorstand Loheide © Thomas Meyer/Ostkreuz

Alter: 60
Arbeitgeber: Diakonie Deutschland
Funktion: Vorstand Sozialpolitik
Ausbildung: Soziale Arbeit (Diplom), NPO-Management (Diplom), Heilpädagogik (Fachschule)

Als Kind hatte Maria Loheide zu Höchstzeiten sieben bis neun Geschwister. Ihre Eltern, ein Tischler und eine Schneiderin, nahmen regelmäßig Pflegekinder auf, zusätzlich zu ihren vier leiblichen Kindern. „Ich habe also schon sehr früh Erfahrung mit sozialem Engagement gemacht“, sagt Loheide. Diese Erfahrung hat die 60-jährige geprägt. Sie studierte soziale Arbeit und Heilpädagogik, arbeitete in den Achtzigerjahren in der Vermittlung von Pflegekindern, der Familien- und Erziehungsberatung sowie bei der Gesellschaft für Familienforschung.

Ende der Achtzigerjahre fing sie bei der Diakonie Westfalen als Referentin für Familienbildung, Frauen und Familie an. „Meine Motivation war unter anderem, auf die Rahmenbedingungen der sozialen Arbeit Einfluss zu nehmen“, erzählt Loheide. Ihr sei damals klar geworden, dass sie dafür auch betriebswirtschaftliches Know-how braucht und so beschloss sie, Verbandsmanagement mit dem Schwerpunkt freigemeinnützige Or-ganisationen zu studieren.

Der Abschluss sollte sich lohnen. Sie stieg zur Geschäftsführerin der Dia-konie Westfalen auf und 2012 schließlich zum Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. Seitdem widmet sich Loheide voll und ganz der sozialpolitischen Lobbyarbeit. „Ich spreche mit Ministern, Staatssekretären und Abgeordneten“, erklärt sie. Dafür müsse sie auch etwas zu sagen haben. Das gehe nur auf Grundlage der Positionen und Konzepte, die die Diakonie innerhalb des Verbands erarbeitet und mit den Fach- und Landesverbänden abstimmt. „Wir müssen mit einer Stimme gegenüber der Politik auftreten, das ist meine Aufgabe“, sagt Loheide.

In den letzten Jahren sei sie bei Ihrer Arbeit immer wieder Menschen begegnet, deren Engagement sie beeindruckt hat. „In der jüngeren Vergangenheit war das zum Beispiel die ehemalige parlamentarische Staatssekretärin Gabriele Lösekrug-Müller, die die Verhandlungen zum Bundesteilhabegesetz mit großer Wertschätzung, Lösungsorientierung und Zielstrebigkeit geführt hat“, erzählt Loheide. Lösekrug-Müllers Geduld und Kompromissbereitschaft habe sie sehr bewundert.

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