Markus Horneber

Krankenhausbetrieb digitalisieren

Markus Horneber begann seine Karriere in der Sozialwirtschaft als Quereinsteiger. Als Vorstandsvorsitzender von Agaplesion gilt er heute als Vorreiter der Digitalisierung.

Vorstandsvorsitzender Horneber © Alexander Sell

Alter: 53
Arbeitgeber: Agaplesion
Funktion: Vorstandsvorsitzender
Ausbildung: Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (Promotion), Kaufmann (Diplom)

Ohne Markus Horneber wäre keine Liste der Innovationstreiber und Trendsetter in der Sozialwirtschaft komplett. Als Vorstandsvorsitzender von Agaplesion, dem größten konfessionellen Krankenhauskonzern Deutschlands, beeindruckt Horneber seit seinem Amtsantritt im Jahr 2012 mit einer ambitionierten Digitalstrategie. Bei einem Umsatz von 1,2 Milliarden Euro hat Agaplesion genügend finanzielle Mittel zur Verfügung, um eine Vielzahl an digitalen Projekten umzusetzen. „Mich freut es, wenn man mich als Vordenker wahrnimmt und andere Unternehmen uns nacheifern“, sagt der 53-Jährige.

Seine Karriere begann Horneber Mitte der Neunzigerjahre bei Siemens, als kaufmännischer Leiter einer Abteilung, die mit der Herstellung der damals neu entwickelten Multimedia Card befasst war. In die Sozialwirtschaft wechselte er 1997, als leitender Verwaltungsdirektor der Diakonie Neuendettelsau, ohne Erfahrung in der Branche zu haben. Heute steht Horneber als Vorreiter an ihrer Spitze und bringt sich auch bei aktuellen politischen Diskussionen ein. Er kritisiert die Maßnahmen, mit denen die Bundesregierung die Gesundheitsversorgung verbessern will.

„Alle derzeitigen Überlegungen werden im Rahmen des bestehenden Gesundheitssystems gemacht, mit seiner Kleinteiligkeit und vielen unterschiedlichen Interessen“, bemerkt Horneber. Er plädiert dafür, ein Gedankenexperiment zu wagen, bei dem es alle bestehenden Strukturen nicht gibt. „Die Frage wäre dann, wie man neu anfangen würde, geleitet von dem Vorsatz, dass wir alle so lange wie möglich gesund bleiben“, erklärt der Agaplesion-Chef. In seiner Freizeit sucht Horneber den Ausgleich zum anspruchsvollen Job: „Ein bisschen Sport, joggen, Theater und Kino, nichts Spektakuläres.“ 

zurück | drucken

Frage des Monats

Jens Spahn ist bald zwei Jahre im Amt. Wie ist Ihrer Meinung nach seine Halbzeitbilanz?

Sehr gut

Gut

Befriedigend

Ausreichend

Mangelhaft


Ergebnisse

Die aktuelle Ausgabe

Titelthema: Sanierung

Wie Träger Insolvenzen und wirtschaftliche Schieflagen für einen Neuanfang nutzen

weiter

Leider falsch - wir korrigieren

Alle Menschen machen Fehler – bei Journalisten sind sie leider gleich gedruckt. Manchmal rutscht uns eine missglückte Formulierung durch, manchmal eine falsche Zahl. Das tut uns leid. Hier finden Sie die Korrekturen.

Probleme auf der Webseite?

Falsche Darstellung, fehlerhafter Link, fehlende Funktion? Bitte melden Sie Probleme mit der Webseite unserem Administrator. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe! Fehler melden

 

Lesen Sie Wohlfahrt Intern jetzt auch als E-Paper

E-Paper hier öffnen

Seite weiterempfehlen