Phil Hubbe

"Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung etwas machen"

Der Cartoonist Phil Hubbe bringt den Alltag von Menschen mit Behinderung ironisch und witzig aufs Papier. Mit seiner Kunst wird er zum Botschafter.

Cartoonist Hubbe © B. Mannhöfer

Alter: 53
Arbeitgeber: selbstständig
Funktion: Cartoonist  
Ausbildung: Wirtschaftskaufmann

Es klinge ein bisschen nach Klischee, sagt Phil Hubbe. Aber seine künstlerische Arbeit helfe ihm tatsächlich, seine Krankheit zu bewältigen. Im Alter von 22 Jahren bekam Hubbe die Diagnose Multiple Sklerose. Eigentlich wollte er Gebrauchsgrafik in Berlin studieren. Er arbeitete in einem Keramikwerk, um Geld zu verdienen und stellte nebenbei eine Bewerbungsmappe für die Uni zusammen. Doch die Krankheit kam dazwischen. Eine künstlerische Ausbildung hat Hubbe nie abgeschlossen.

Das stand seinem Erfolg aber nicht im Weg. In seinen Cartoons thematisiert der 53-Jährige vor allem das Thema Behinderung mit viel Ironie und Witz. „Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung etwas machen“, erklärt Hubbe. Für ihn sei es entscheidend, eine Beschäftigung zu haben. Er kenne Menschen aus einer Selbsthilfegruppe, die keinen Job, keine Aufgaben haben und sich hängen lassen. Hubbe hat viele Auftraggeber, wurde mit vielen Preisen geehrt. Er zeichnet regelmäßig für Tageszeitungen, das Sportmagazin Kicker oder das Magazin der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen.

Acht Bücher mit seinen Cartoons wurden bisher veröffentlicht. „Die Bücher sind für mich eine Herzensangelegenheit“, sagt Hubbe. Manche Aufträge erledige er, um von seiner Arbeit leben zu können. Da sieht er sich als Dienstleister. Glaubt er, er könne mit seinen Cartoons Menschen mit Behinderungen in der Öffentlichkeit sichtbarer machen? „Es könnte natürlich immer mehr sein“, antwortet er. Aber er glaube schon, dass Behinderung heute weniger tabuisiert ist und Leute weniger Anstoß an Humor im Umgang mit dem Thema nehmen. Hubbe ist immer wieder erstaunt, wie wichtig seine Zeichnungen für Menschen mit Behinderung sind. „Viele Szenen, die ich Zeichne, sind aus ihrem Alltag gegriffen“, erklärt er. Dass er diesen Alltag darstellt, macht Hubbe für viele zum Botschafter für ihre Community.

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