Stefan Werner

Ehrenamtlich engagiert

Stefan Werner ist Geschäftsführer des Paritätischen Thüringen und hat viele Ehrenämter inne. Das sei zwar schwer zu koordinieren, aber besser als sich nur zu beschweren und nichts zu tun.

Geschäftsführer Werner © Paritätischer Thüringen

Alter: 43
Arbeitgeber: Paritätischer LV Thüringen
Funktion: Geschäftsführer
Ausbildung: Erziehungswissenschaft (Diplom)

Stefan Werner hat seinen Zivildienst beim ASB absolviert. „Damals hat sich die Idee bei mir festgesetzt, etwas im sozialen Bereich zu machen“, sagt der 43-Jährige. Er konnte sich jedoch nicht vorstellen, dauerhaft in der Pflege zu arbeiten. Er habe aber Hochachtung vor dem Beruf, darum setze er sich heute für bessere Rahmenbedingungen für Pflegekräfte ein.

Neben der Geschäftsführung des Paritätischen Thüringen engagiert er sich ehrenamtlich im Verein Kulturrausch, dem Fan-Rat von Rot-Weiß Erfurt und ist Direktor der Buntstiftung. Die Buntstiftung fördert und entwickelt Ansätze für die Verzahnung von Forschung und Praxis in der Sozialwirtschaft. „Es fällt manchmal schwer, das alles zu koordinieren“, sagt Werner. Er schaffe es leider nicht mehr zu jedem Spiel von Rot-Weiß. Gegenüber Kulturrausch, einem soziokulturellen Verein, der quartalsweise seit 15 Jahren ein Magazin herausbringt, habe er manchmal ein schlechtes Gewissen. Sein Engagement dort sei seit der Anstellung beim Paritätischen zurückgegangen. Es sei jedoch wichtig, dass es solche Initiativen vor allen in kleinen Städten und im ländlichen Raum gebe. „Man kann viel meckern, wenn so etwas fehlt, oder man macht es einfach selbst“, sagt Werner. Wenn ein Magazin veröffentlicht wird, sei er   natürlich trotzdem da,  auch wenn es nach 21 Uhr ist.

Auch sozialpolitisch hat Werner viel zu tun. „Im Moment sehe ich mit Sorge, dass die Branche in einem Hochgeschwindigkeitszug sitzt“, sagt der Geschäftsführer. Das Bundesteilhabegesetz würde eine gewaltige Intensität von Verhandlungen und Terminen mit sich bringen. Auch die Pflege, in der eine Reform die nächste jage, stehe unter massivem Druck. Die Zuwanderung von Migranten sei für ihn ebenfalls ein Thema. Thüringen eile hierbei nicht der allerbeste Ruf voraus. Leider sei an diesem Ruf auch etwas dran. „Als Wohlfahrtsverband sind wir als Paritätischer auch aufgerufen die Demokratie zu stärken und für eine positive Migrationssphäre zu sorgen“, sagt Werner.



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