Kurt-Ulrich Wiggers

Digitalisierung geht auch barrierefrei

Mit dem Piksl-Labor hat Kurt-Ulrich Wiggers einen besonderen Raum geschaffen. Menschen mit kognitiven Einschränkungen werden hier zu Software-Experten.

Geschäftsführer Wiggers © In der Gemeinde leben

Alter: 63
Arbeitgeber: In der Gemeinde leben
Funktion: Geschäftsführer
Ausbildung: Religionspädagogik (Diplom), Kfz-Mechaniker, Krankenpflegehelfer

Wenn Kurt-Ulrich Wiggers während seiner Zeit als Autoschlosser eins gelernt hat, dann ist es das: Der Kunde ist König. „Das vergessen wir in der Wohlfahrt viel zu häufig“, sagt er. Es werde viel vom Kunden erzählt, aber es gebe zu wenig Kundenorientierung. In die Sozialwirtschaft hat es Wiggers über Umwege verschlagen. Eigentlich wollte er Religionslehrer werden. Als Geschäftsführer des freigemeinnützigen Unternehmens ,In der Gemeinde leben‘ in Düsseldorf hat Wiggers 2010 das Piksl-Labor gegründet und damit auf die Bedürfnisse seiner Klienten reagiert. Diese sind überwiegend Menschen mit kognitiven Einschränkungen und fühlten sich digital abgehängt.

„Für Blinde und Gehörlose gibt es Hilfstechnologien, aber Menschen, die sich zum Beispiel auf Benutzeroberflächen Wege nicht merken können, ha-ben so etwas nicht zur Verfügung“, erklärt Wiggers. Im Piksl-Labor erwerben Wiggers Klienten Medienkompetenzen und helfen Unternehmen in Zusammenarbeit mit Forschern und Entwicklern bei der Erarbeitung digitaler barrierefreier Lösungen. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung wahre Experten im Vereinfachen sind“, erzählt der 63-Jährige. Sie seien im Piksl-Labor gleichzeitig Lernende und Lehrende. Anfang des Jahres hat die BMW-Erbin Susanne Klatten Wiggers Projekt mit 2,5 Millionen Euro unterstützt. Damit will er das Piksl-Labor bundesweit als Social Franchise etablieren.

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