Gabriele Schlimper

Weniger diskutieren, mehr anpacken

Gabriele Schlimper war 21 Jahre lang Krankenschwester. Doch sie wollte noch etwas Neues lernen. Mit 33 Jahren holte die Geschäftsführerin des Paritätischen Berlin ihr Abitur nach und studierte.

Geschäftsführerin Schlimper © Holger Gross

Alter: 58
Arbeitgeber: Paritätischer LV Berlin
Funktion: Geschäftsführerin
Ausbildung: Unternehmensführung (Promotion), Sozialmanagement (Master), Pflegewirtin (Diplom), Krankenschwester

Von ihrer Ausbildung zur Krankenschwester ist Gabriele Schlimper der praktische Blick geblieben. „In der Sozialbranche gibt es die Angewohnheit, die Dinge komplett auszudiskutieren“, sagt die 58-Jährige. Aufgrund ihrer beruflichen Konditionierung wisse sie jedoch, wann genug geredet wurde und man die Sachen anpacken muss.

Die Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin war 21 Jahre lang Krankenschwester. Zuerst arbeitete sie in Jena, nach ihrer Ausreise aus der damaligen DDR dann in Westberlin. Ganz glücklich war sie damit jedoch nicht. „Ich wusste, dass ich noch etwas Neues lernen wollte, auch wenn unklar war, was genau“, sagt Schlimper. Sie konnte sich damals nicht vorstellen den Beruf als Krankenschwester bis zur Rente in Vollzeit auszuüben. In Teilzeit hätte das Geld nicht ausgereicht.

Mit 33 Jahren holte sie deshalb ihr Abitur an einem Abendgymnasium nach. „Ich habe dort ganz andere Leute kennengelernt, das war inspirierend und eine aufregende Zeit“, sagt die Geschäftsführerin. Es folgte ein Studium zur Pflegewirtin, ein Master in Sozialmanagement und die Promotion. Neben ihrer Arbeit als Geschäftsführerin des Paritätischen Berlin ist Schlimper Gastprofessorin und freie Dozentin. „Es ist eine hervorragende Ergänzung, ich kann Wissen zurückzugeben und werde von den jungen Menschen inspiriert“, sagt sie.

Schlimper schreibt regelmäßig Texte für verschiedene Veröffentlichungen. „Das tue ich in Bereichen, wo ich ein gutes Gefühl habe, dass andere davon lernen können“, erklärt sie. Die Tätigkeit sei jedoch ein klassisches Add-on, das Abende und Wochenenden in Anspruch nehme. Es mache ihr aber Freude zu schreiben, auch wenn es ihr oft nicht leicht von der Hand gehe. Schlimper ist leidenschaftliche Camperin, im Sommer wie im Winter. „Ich und meine Familie sind sehr gerne einfach von Freitagabend bis Sonntag im Wohnmobil unterwegs“, sagt sie. Sie sei Ostseefan, aber auch in den Skiurlaub fahre sie gerne mit dem mobilen Zuhause.

zurück | drucken

Frage des Monats

Der Armutskongress ist erfolgreich beendet. Wie berücksichtigen die Wohlfahrtsverbände in ihrer Lobbyarbeit gegenüber der Politik die Interessen der Betroffenen?

Sehr gut

Gut

Ausreichend

Mangelhaft

Keine Meinung


Ergebnisse

Die aktuelle Ausgabe

Titelthema: Smart Care

Wie Träger auf der Datenautobahn erfolgreich unterwegs sind

weiter

Leider falsch - wir korrigieren

Alle Menschen machen Fehler – bei Journalisten sind sie leider gleich gedruckt. Manchmal rutscht uns eine missglückte Formulierung durch, manchmal eine falsche Zahl. Das tut uns leid. Hier finden Sie die Korrekturen.

Probleme auf der Webseite?

Falsche Darstellung, fehlerhafter Link, fehlende Funktion? Bitte melden Sie Probleme mit der Webseite unserem Administrator. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe! Fehler melden

 

Lesen Sie Wohlfahrt Intern jetzt auch als E-Paper

E-Paper hier öffnen

Seite weiterempfehlen