Marienhaus Holding

Verdi bestreikt erstmals katholische Klinik

Die Gewerkschaft Verdi hat erstmalig zum Streik an einer katholischen Klinik aufgerufen. Am 11. Oktober sollen die Beschäftigten der Marienhausklinik Ottweiler ihre Arbeit niederlegen. Die Marienhaus Unternehmensgruppe hatte sich geweigert, mit Verdi über einen Tarifvertrag zur Entlastung des Pflegepersonals zu verhandeln.

OTTWEILER – Die Marienhaus Unternehmensgruppe will Gespräche zum Thema Entlastung auf Ebene der Saarländischen Krankenhausgesellschaft führen. Sie verweist darauf, als katholisches Unternehmen keine Tarifverträge mit Gewerkschaften zu schließen.

Warnung an Mitarbeiter

In einem Brief warnte die Marienhausklinik Ottweiler die Beschäftigten vor arbeitsrechtlichen Konsequenzen, sollten diese sich am Streik beteiligen. Welche konkreten Konsequenzen zu erwarten seien, wollte das Unternehmen auf Nachfrage nicht ausführen.

Eine Notdienstvereinbarung für den Streiktag hat die Marienhausklinik Ottweiler nicht geschlossen. Das Unternehmen würde sonst das Streikrecht von Verdi anerkennen, teilte ein Sprecher der Marienhaus Unternehmensgruppe mit. Man habe zwar keine Erfahrungen mit Arbeitsniederlegungen, sei aber vorbereitet. 

Verdi will Entlastung erreichen

Mit dem Streik würden die Beschäftigten der Marienhausklinik Ottweiler Geschichte schreiben und beweisen, dass Pflegekräfte auch in einem katholischen Krankenhaus streiken können, sagt Gewerkschaftssekretär Michael Quetting.

Der Tarifvertrag Entlastung soll eine Mindestbesetzung von Pflegekräften in Krankenhäusern festlegen und Belastungen ausgleichen. Erst kürzlich hat Verdi einen solchen Tarifvertrag an der Charité Berlin bis 2020 verlängert. Aktuell verhandelt die Gewerkschaft an den Unikliniken des Saarlandes und mit der SHG-Gruppe, einem gemeinnützigen Träger von Krankenhilfen in öffentlichrechtlicher Trägerschaft. sd

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