Entgelterhöhungen

Erste Tarifeinigung zwischen Diakonie und Verdi

In Niedersachsen wurde Geschichte geschrieben: Die Gewerkschaft Verdi und die Diakonie Niedersachsen haben sich erstmals auf Entgeltsteigerungen für die über 30.000 Beschäftigten des evangelischen Wohlfahrtsverbandes geeinigt.

Künftig wollen die niedersächsiche Diakonie und die Gewerkschaften Verdi und Marburger Bund Tarifverträge miteinander abschließen. Darauf einigte man sich bereits vergange Woche. Als erster "Testlauf", wie es in der gemeinsamen Pressemitteilung der Verhandlungspartner heißt, wurde im April und Mai über eine Erhöhung der Entgelte verhandelt.

Erfolgreiche Einigung

Die Mehrehit der Beschäftigten erhalten in drei Schritten 5,5 Prozent mehr Gehalt. Die Altenpflegerinnen und Pfleger müssen sich mit 2,5 Prozent zufrieden geben. "Vor dem Hintergrund der mangelnden Refinanzierung vor allem in der Altenhilfe, gestalteten sich die Verhandlungen sehr schwierig", berichtete der Vorsitzende des Diakonischen Dienstgeberverbandes Niedersachsen Hans-Peter Hoppe. Die Gewerkschaften wollten möglichst viel für die Beschäftigten erreichen, die diakonischen Arbeitgeber ihre jeweiligen Einrichtungen nicht überfordern. Dieser Spagat habe die Verhandlungen geprägt, doch letzlich habe man einen tragfähigen Kompromiss erzielt, so Hoppe.

Für die Altenpflegerinnen sei es besonders bitter, dass sie nur 2,5 Prozent mehr Gehalt bekommen, so Verdi-Gewerkschaftssekretärin Annette Klausing. Die Arbeit der Altenpflegerinnen sei genauso viel wert, wie die der Krankenpflegerinnen. "Deshalb brauchen wir unbedingt einen Tarifvertrag Soziales, der die Lohnkonkurrenz in diesem Bereich aufhebt", sagte Klausing.

Wermutstropfen Altenhilfe

Auch die Mitarbeitervertreter freuen sich über das Ergebnis, auch wenn die Altenhilfe vorerst das Nachsehen hat.
Nun erfolgen nach drei Jahren wieder Steigerungen der Tabellenwerte der Arbeitsvertragsrichtlinen der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen (AVR-K). Rückwirkend zum 1. März gibt es zwei Prozent. Ab Juli weitere 1,5 Prozent. Der dritte Schritt wird am 1. Januar 2014 vollzogen, dann gibt es weitere zwei Prozent mehr Gehalt.
In der Altenhilfe gibt es rückwirkend zum 1. Januar 2013 1,25 Prozent und im September ebenfalls 1,25 Prozent mehr Gehalt.
Alle Beschäftigten erhalten eine Einmalzahlung von 350 Euro.
Die Tabellenwerte der Ärzte werden ebenfalls in drei Schritten um 6,9 Prozent angehoben.

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